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Unsere Erfolge
Rebecca Bierbauer

Medienfachfrau mit LAP

"Mit Mut und Lernbereitschaft zum Wunschberuf"

  • Die Erfolgsstory

      Nach erfolgreich abgeschlossener Matura entschloss ich mich vorrübergehend in einem Telekommunikationsunternehmen im Call Center zu arbeiten, um dort Dienstjahre für ein Stipendium zu sammeln und in absehbarer Zeit einem Studium nachzugehen. Leide rkam mir aber immer wider das Leben dazwischen und aus einer vorrübergehenden Beschäftigung wurden 10 Jahre Customer Service. Ein Studium kam nach dieser langen Zeit zwar nicht mehr in Frage, ich war aber fest entschlossen mein Hobby - Make Up - zum Beruf zu machen und in einem Kosmetik-Unternehmen als Schmink- und Verkaufsberaterin Fuß zu fassen. Das tat ich dann auch, allerdings hatte dieser Job schlussendlich nur wenig mit meinem Hobby und meinen damit verbundenen Vorstellungen zu tun - der Verkauf stand im Vordergrund. Nachdem das Kosmetik-Unternehmen, in dem ich über 3 Jahre beschäftig war, kurzerhand geschlossen wurde, wollte ich diesen Neuanfang nutzen und dem Handel den Rücken kehren. Eine genaue Vorstellung hatte ich nicht. Mir war nur wichtig, dass ich für alles Neue offen bin, um eine kreative oder handwerkliche Tätigkeit zu finden, mit der ich auch für den Rest meines Arbeitslebens glücklich sein kann.

      Nach einem informativen Gespräch mit meiner AMS-Beraterin nahm ich an einer ZAM Informationsveranstaltung namens Sprungbrett Technik teil. Danac ging alles ganz schnell! Zwei Tage später hatte ich ein Auswahlverfahren für den Lehrgang und konnte durch meine Leistung einen Platz im Sprungbrett Technik Kurs ergattern. Innerhalb von 9 Wochen durfte ich gemeindsam mit meinen Kurskolleginnen verschiedenste technische Berufsbilder theoretisch als auch praktisch kennenlernenn und viele neue berufliche Möglichkeiten entdecken.

      Großes Interesse hatte ich für den Bereich Social Media Marketing bzw. für eine verkürzte Lehre zur Medienfachfrau im Zuge einer Stiftung, die ich dann auch im August 2019 im rennomierten Grazer Betrieb Pure Beauty in Angriff nehmen konnte.

      Die Liebe zur Kosmetik und meinen kreativen Geist darf ich nun in der Marketingabteilung von PANDHY'S tm Austria - der österreichischen Generaldistribution der exklusiven Sugaring - und Naturkosmetikmarke - ausleben. Meine Chefin Eszter Schratzer ist eine echte Powerfrau und versprüht jeden Tag aufs Neue den Spirit, dass Frauen alles schaffen können! Durch ihr Vertrauen in mich und ins ZAM darf ich nun einen zukunftsträchtigen Beruf erlernen, der nicht nur abwechslungsreich sondern auch kreativ und trendbewusst ist. 

      Man sieht, dass man mit viel Mut, Eigenintitiative, Lernbereitschaft, Durchhaltevermögen und der Unterstützung des ZAMs seine beruflichen Wünsche verwirklichen kann.

       

      Rebecca Bierbauer, 35 Jahre, Lehre zur Medienfachfrau mit LAP

       

       

       

       

Monika Moody

Tischlerin mit LAP

"Mit Leidenschaft und Stolz einen handwerklichen Beruf gewählt"

  • Die Erfolgsstory

      Bevor ich mich entschieden hatte mein berufliches Leben zu ändern, war meine berufliche Karriere ein sogenanntes typische Frauen Bild. Mein erster Beruf, Verkäuferin, wurde mir mehr oder weniger aufgezwungen. Es war nichts anderes zur Verfügung. Nichtsdestotrotz fügte ich mich und beendete die Verkäufer Lehre und war danach noch über zehn Jahre im Handel tätig.

      Später folgte das Familien Leben, Hausfrau und Mutter, wobei ich sagen mus, dass ich es sehr genossen habe mein Kind aufwachsen zu sehen und nicht arbeiten zu müssen. 

      Ganz ohne eine andere Beschäftigung konnte ich auch nicht sein und so fing ich an mir als Reinigungskraft eine neue berufliche Karriere aufzubauen. Der Vorteil dabei war, dass ich nur am Vormittag arbeiten musste und so hatte ich viel Zeit für meine Familie. Ein besonders Anliegen war mir auch meine Schulausbildung zu erweitern und so absolvierte ich die Berufsreife Prüfung, was mir im Nachhinein betrachtet einen großen Vorteil bescherte. Eine gute Schulausbildung ist meiner Meinung nach sehr wichtig.

      Es kam der Tag an dem ich merkte, dass mein Kind mich nicht mehr so sehr brauchte und ich hatte viel Zeit für mich. Putzfrau zu sein war nicht mein Wunschberuf, aber ich genoss die Arbeitszeiten. Andererseits wollte ich nicht als Reinigungskraft in Pension gehen.

      Der erste Schritt und Entschlossenheit, ist meiner Meinung nach das wichtigste um eine Veränderung in einer Situation zu bewirken.

      Nach Rücksprache mit meiner Familie, Ehemann und Tochter, die mir grünes Licht gaben, konnte mich keiner mehr aufhalten und ich machte mich auf den Weg zum AMS. Ich wusste nur, dass ich in meiner Beruflichen Situation etwas verändern wollte. Einen genauen Plan hatte ich nicht. Ich nahm an Informationsvorträgen teil. Es stellte sich heraus, dass es für Frauen spezielle Möglichkeiten gab. Unter diesen Möglichkeiten entschied ich mich für ein Modell, dass sich "Frauen in Handwek und Technik" nannte. Ich fand es großartig wie viele Möglichkeiten mir geboten wurden und so landete ich schlussendlich im ZAM.

      Natürlich ist es hilfreich, wenn man sich für ein Handwerk interssiert, dennoch sollte niemand Angst haben, dass die sogennante Männerdomäne etwas Unerreichbares sei. Was Mann kann, können Frauen auch. Natülich gibt es körperliche Unterschiede, aber das bringt die Natur mit sich.

      Interesse und Leidenschaft für eine bestimmte Sache ist auch sehr hilfreich.

      Mittlerweile kann ich aus eigener Erfahrung sprechen und weiß, das es möglich ist als Handwerkerin zu arbeiten. Handwerken hat mir immer schon Freude bereitet, ich wollte bereits in meiner Jugend etwas Handwerkliches lernen, die Möglichkeiten und das nötige Selbstvertrauen waren leider "noch" nicht vorhanden.

      Im Nachhinein betrachtet hatte alles seinen Sinn. Ich bin froh, dass in Institutionen wie das ZAM gibt. Man erlebt Rückhalt und hat Anprechpersonen, wenn einmal etwas nicht so gut läuft, aber auch Anerkennung, wenn man etwas gut gemacht hat.

      In der Zeit im ZAM machten wir viele Exkursionen in verschiedenste Berufsbranchen und die Möglichkeit verschiedene Praktika zu absolvieren war aus meiner Sicht, mit Sicherheit eine große Entscheidungshilfe. Aber auch Eigeninitiative in jeglicher Hinsicht in unbedingt notwendig um zum Wunschberuf zu gelangen.

      In meinem Fall war es sicherlich nicht leicht eine geeignete Firma zu finden. Ich wollte auf keinen Fall einen weiten Weg zu meiner Arbeitsstätte und es war mir auch wichtig einen sympatischen Betrieb zu finden. Ich dachte mir: " Was könnte im schlimmsten Fall passieren, wenn ich mich für ein Praktikum und in späteren Folge um eine Lehrstelle bewerbe?". Höchstens eine Absage. Diese, daraufhin nicht persönlich zu nehmen ist sicherlich nicht einfach. Trotzdem sollte man meiner Meinung nach nicht aufgeben und den nächsten ausgewählten Betrieb aufsuchen. 

      Ich hatte Glück, denn mein jetztiger Lehrherr wollte eigentlich keinen Lehrling und schon gar nicht eine ältere Frau ausbilden. Ich blieb hartnäckig und durfte dann doch in seinem Betrieb ein Praktikum absolvieren. Währenddessen konnte ich ihn von meinem Interesse und meiner Leidenschaft überzeugen. Ich bin stolz, dass ich von mir behaupten darf ein Tischler Lehrling zu sein.

      Es sollte jedem bewusst sein, dass jede neue Berufliche Situation im Leben eine Herausforderung ist, sowohl für sich selbst, als auch für die Famile. Mit Geduld und Verständnis für das Gegenüber, kann man so einiges im Leben meistern.

      Monika Moody, 47 Jahre, Tischlerin Lehrling